Obstbäume zu veredeln ist nicht schwer. Bei der Veredelung werden mindestens zwei Obstsorten zusammengebracht. Dadurch können „gute“ Eigenschaften von einem Baum auf den anderen übertragen werden. Zu diesen Merkmalen zählen z. B. Widerstandsfähigkeit oder je nach späterem Standort starkes oder auch schwaches Wachstum, je nachdem, ob der Obstbaum in einen kleinen Garten oder auf eine Weide oder Streuobstwiese gepflanzt werden soll.
Die eine Obstsorte, die auch als Unterlage bezeichnet wird, bildet die Wurzeln und den Stamm, die andere Obstsorte die Krone, die dann das Obst trägt. Letztere wird auch Edelreis genannt. Oft dient das Veredeln dem Erhalt alter seltener Sorten und somit zum Erhalt der genetischen Vielfalt.
In dem Praxisseminar werden die verschiedenen Veredelungsarten vorgestellt und die theoretischen Grundlagen besprochen. Im Anschluss haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, zwei Obstgehölze selbst zu veredeln und die Obstbäume mit nach Hause zu nehmen.
Der Kurs findet statt am Samstag, den 20 März, von 15 Uhr bis 19 Uhr im Umweltzentrum Bochum, Alsenstraße 27, 44789 Bochum.
Wer einen (alten) Baum mit schmackhaften Früchten im Garten hat und die Obstsorte erhalten möchte, kann auch gern eigene Edelreiser mitbringen.
Die Kosten betragen 25 € .
Anmeldung unter info(at)bund-bochum.de oder Tel. 0234 – 532 333