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Kreisgruppe Bochum

Beobachtungen am Krötenzaun

29. März 2019 | Tiere in Bochum

Krötenwanderung in Riemke  (© Heike Peter)

Amphibien kehren zur Paarungs- und Laichzeit in die Gewässer ihrer eigenen Herkunft zurück. Um sie vor dem Straßenverkehr zu schützen, werden Krötenzäune errichtet. Hier sammeln sich die Tiere, und genau hier trafen wir uns in Bochum-Riemke bei angenehmen Temperaturen, um sie zu beobachten. Dabei haben 23 Kinder (und 20 Eltern/ Großeltern) die Krötenwanderung im Dunkeln mit Begeisterung engagiert unterstützt.

Besonders wichtig war es, Erdkröten, die auf der Straße waren, in Sicherheit zu bringen. Trotz Krötenzaun gelangen sie aus unterschiedlichen Gründen auch auf die Straße. Und obwohl dort nur sehr wenige Autos fahren, und die meisten sehr vorsichtig, kommt es immer wieder vor, dass Erdkröten überfahren werden. Wenn kein Auto drohte, konnte man gut zusehen, wie die Tiere die Straße überquerten: manche in kleinen Hüpfern, manche laufend. Viele blieben aber auch längere Zeit sitzen und warteten beobachtend ab.

Wichtige Utensilien waren Taschenlampen und mitgebrachte Eimer. Denn die Eimer, die hinter den Krötenzäunen eingegraben sind, dürfen auf keinen Fall herausgenommen werden: Sie wären nach dem Wiedereinsetzen nicht mehr schlüssig im Boden, und Tiere könnten unbemerkt in die Ritzen fallen. Bei aller Begeisterung und Entdeckerfreude war es wichtig, die Zäune nicht zu übertreten oder über die Wiese zu laufen, da dort viele Kröten unterwegs oder im Laub oder der Erde versteckt sind.

Wichtig zu wissen ist, dass das Einsammeln und Über-die-Straße-Tragen der Kröten  vom Umweltamt der Stadt organisiert ist. Örtliche Zaunbetreuer - oft wie hier Ehrenamtliche - suchen die Zäune spätabends und morgens ab und tragen die Tiere über die Straße. Dabei werden die Kröten auch gezählt. Da soll  man sich nicht einmischen - außer zur Notfallrettung von der Straße - , es sei denn in Rücksprache mit dem Umweltamt oder dem örtlichen Zaunbetreuer, so wie wir es getan haben.

Insgesamt haben die Kinder 99 Erdkröten geholfen (77 Männchen, 20 Weibchen, 2 Jungtiere). Darunter waren einige noch auf dem Weg zum Teich, sogar zwei "Doppeldecker" (Pärchen), die meisten aber schon wieder auf der Wanderung zurück in den Wald. Außerdem haben wir noch einen Bergmolch gefunden. Ein bewegender Abend! 

Die Exkursion fand im Rahmen des Umweltspürnasenpasses (ab 6 Jahren) statt.

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