Kreisgruppe Bochum

Frage

Große Flächen Bochums sind kleingärtnerisch genutzt. Diese Flächen weisen sowohl einen hohen Erholungswert als auch lokalklimatisch einen unschätzbaren Wert auf. Dennoch sind viele dieser Flächen nicht ökologisch betrieben, obwohl gerade dies ein satzungsgemäßes Ziel der Kleingartenvereine ist.
Welche Maßnahmen wollen Sie ergreifen, um im Bochumer Kleingartenwesen die Förderung
der heimischen Flora und Fauna und einen ökologischen Betrieb voranzutreiben?
Wie wollen sie dauerhaft verhindern, dass die Flächen der Kleingartenanlagen im Zugriff von
Bebauungsplänen sind und sie dadurch auch für spätere Generationen als Kleingartenanlagen erhalten?

SPD

Die allermeisten Kleingärten in Bochum sind auf die eine oder andere Weise, in der Regel durch Planungsrecht oder städtisches Eigentum, vor anderen Nutzungen geschützt. Der Stadtverband der Kleingärtner ist hinsichtlich der Fachberatung und Unterstützung seiner Mitgliedsvereine eine der erfolgreichsten Selbst-Organisationen in unserer Stadt: Die Kleingartenvereine in Bochum regeln ihre Angelegenheiten selbst. Die SPD ist von diesem Modell weiterhin überzeugt und will daran festhalten. Die Natur ist beim Stadtverband in guten Händen.

BÜNDNIS 90 / Die Grünen

Schon heute leisten die Kleingartenanlagen in Bochum einen wichtigen Beitrag für lokalen Klima- und Umweltschutz: […] Als Grüne in Bochum wollen wir im Dialog mit dem Dachverband der Bochumer Kleingartenanlagen über ökologische Maßnahmen beraten. Wir wollen Kleingartenanlagen finanziell unterstützen, wenn sie den Weg der Umstellung auf einen ökologischen Kleingartenbetrieb gehen wollen.

(Anm. d. Red.: Die Antwort wurde gekürzt.)

Wir wollen sämtliche Kleingartenanlagen und deren Erweiterungspotentiale durch entsprechende Festsetzungen dauerhaft sichern.

CDU

Wir werden uns für die Erweiterung der Kleingartenanlagen, dort wo es möglich ist, einsetzen. Aufgrund der hohen Nachfrage und der Umsiedlung einer Anlage fehlen in Bochum mindestens eine oder zwei Kleingartenanlagen. Die entsprechenden Flächen sind zu ermitteln und langfristig zu sichern.

Die Kleingartenanlagen müssen, soweit noch kein Bestandsschutz besteht, baurechtlich dauerhaft als Kleingartenanlagen gesichert werden.

FDP

Wir setzen uns für eine moderne Kleingartenlandschaft in Bochum ein. Ausschließlich auf heimische Flora zu setzen, ist jedoch in Anbetracht des Klimawandels aber nicht erstrebenswert. Gerade die Ansiedlung hitzestabiler Arten kann auch für Kleingärten künftig das Überleben des wichtigen Grüns sichern. Der Erhalt der Kleingartenlandschaft ist enorm wichtig. Wenn Flächen aufgrund anderer Projekte wegfallen, müssen diese durch neue Flächen ausgeglichen werden.

Die LINKE

Wir wollen die Zusammenarbeit der Stadt mit den Kleingartenvereinen in diesem Bereich verbessern und die ökologische Aufwertung von Kleingartenanlagen fördern. Sinnvoll sind Maßnahmen zum Bodenschutz und zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel, Herbizide, Insektizide und organische Fungizide, einhoher Anteil heimischer oder regionaltypischer Pflanzen und solcher, die als Nähr- und Nektarquelle dienen. Ebenso sinnvoll ist die Ausstattung der Kleingartenanlagen mit
Hecken, Büschen, Zäunen, Asthaufen, Gehölzgruppen etc.

Soziale Liste

Die Erhaltung und Erweiterung von Kleingarten-Anlagen haben eine hohe Priorität. Sie sind durch die Bebauungspläne zu schützen. Das gleiche gilt für kleinparzellige Felder, die zur privaten Erzeugung von Gemüse etc. genutzt werden.

Mit einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit soll die Stadt auf ökologische Aspekte hinweisen.

Stadtgestalter

Soweit die Stadt selbst Verpächter der Flächen ist, sollte Sie einen ökologischen Betrieb zur Voraussetzung der zukünftigen Verpachtung
machen.
Ansonsten sollte die Stadt darauf hinwirken, dass sich die Kleingärten einem Leitbild verpflichten, das einen ökologischen Betrieb vorsieht. Es kann auch die städtische Förderung von Kleingärten davon abhängig gemacht werden, ob sich Kleingärten dem Leitbild verpflichten.