Kreisgruppe Bochum

Frage

Im Bereich des Wohneigentums werden immer mehr Gartenflächen durch Beton oder Stein versiegelt. Viele Lebensräume und ihre Tiere verschwinden und weichen auch in Bochums Stadtbild oftmals diesen Schottergärten.
Wie wollen Sie der Versiegelung von Flächen entgegenarbeiten und Maßnahmen treffen
schon bestehende Flächen zu entsiegeln?

SPD

Die SPD stellt sich gegen den Trend in einigen Vierteln wie dem Ehrenfeld, Grünflächen vor Wohnhäusern in Autostellplätze oder „Steinwüsten“ umzuwandeln. Wer dagegen solche Flächen entsiegelt, kann mit Förderung rechnen, ebenso für Dach- und Fassadenbegrünung, Zisternen oder erneuerte Innenhöfe in einigen Gebieten. Beim Straßenbau werden Baumscheiben verwendet, die Regenwasser länger speichern (siehe Wasserstraße). Auch sickerfähiges Pflaster wird immer mitgeprüft.

BÜNDNIS 90 / Die Grünen

-Minimale Versiegelung bei Bauvorhaben, grüne Gärten, Vorgärten und Stellplätze als Standard.

-[…]

-Bewertung sämtlicher Naturflächen in Bochum anhand ökologischer Kriterien.

-[...]

-Mit dem neuen, von uns angeregten städtischen Versiegelungskataster können wir endlich ein quadratmeterscharfes Entsiegelungsprogramm für städtische und private Flächen auflegen. […]

(Anm. d. Red.: Die Antwort wurde gekürzt.)

 

CDU

Auch hier setzen wir auf einzurichtende Förderprogramme. Dazu kann auch der Austausch von Zäunen und Mauern durch Anpflanzungen gefördert werden.

FDP

Siehe vorangegangene Fragen. Flächenversieglungen sollen grundsätzlich mit Ausgleichsmaßnahmen einhergehen. Damit werden Stein- oder Betongärten unattraktiv. Um zu mehr Biodiversität bei der Vorgartengestaltung anzuregen, wollen wir außerdem die buntesten Vorgärten in Bochum prämieren. Damit sollen Menschen begeistert werden, statt auf Kies- und Steinwüsten auf Blumen, Büsche und Wiesen zu setzen.

Die LINKE

Wir werben für die naturnahe Gestaltung von Gärten und wollen, dass die Stadt Bochum bei ihrem eigenen Eigentum mit gutem Beispiel voran geht. In Bebauungsplänen von Neubaugebieten kann eine ökologisch vertretbare Gestaltung von Gärten verbindlich
verankert werden.

Soziale Liste

Siehe vorherige Antworten.

Stadtgestalter

Es müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die bestehenden Regelungen des § 8 (1) BauO NRW durchgesetzt werden,
die Schottergärten schon heute verbieten und eine Begrünung und Bepflanzung aller nicht anderweitig genutzten Flächen vorsehen.
Darüber muss es mehr Anreize geben naturnahe Gärten anzulegen. Dabei sollte die stadt auf Grünflächen Vorbild sein.